DIE KRASSESTE LEBENSGESCHICHTE AUF DEM PLANETEN – Achtung Blödsinn!

Jo, damit Du weißt mit wem Du es hier zu tun hast, erzähle ich dir eine kurze Geschichte.

Geboren im 1985 wachte ich in einem Labor auf. Die Erforschung an überragendem Genmaterial brachte mich ans Tageslicht. Aus verschiedenen Genpoolen wurde natürlich, so wie bei dir auch, das Beste gewählt. Durch die komplexen Strukturen und einer wirren Anordnung verschiedener nicht verständlicher Elemente des Daseins, entstand ein wirres Etwas in einem Reagenzglas. Ganz richtig, mein Vater war lampukistanischer Schönling, eine Mischung aus Kit Harrington als Wikinger und Dwayne the ROCK. Meine Mutter war ein Chromosom in einer richtigen Anordnung mit schicker Oberweite. Angezüchtet wurden mir blonde Haare und die seltenste Augenfarbe der Welt, nämlich GRÜN (FUNFAKT: nur 2% der Menschheit auf der Erde besitzen grüne Augen) und natürlich besagte Oberweite. Den aus meinem Erbgut entstand der Weißheitszahnfreie Homo Sapiens Graphicus, der nicht nur keine Weisheitszähne hat, sondern darüber hinaus auch Superkräfte im Adobe InDesign und Photoshop besitzt.

So wachte ich also als Kaulquappe in einem Reagenzglas auf und starrte auf einen Pizzakarton, der dampfend auf einer Ablage stand. Daneben stand ein bärtiger Mann, der grummelt auf seiner Pizza rumkaute und dabei so laut schmatze, das ich direkt Hören konnte, wie die Peperoni auf der Salamipizza in seinem Mund zerplatzen. Der pink gekachelte Raum war mit diversen Plastikblumen ausgestattet, diese hässlichen Ikea Dinger, ihr wisst schon. Ich quappte da also in meinem Reagenzglas rum und fragte mich, ob die Pizza nicht mein Vater wäre. Sagenhafte 5 cm hatte ich Platz zum schwimmen. Von links nach rechts schwamm ich..“HUIIIIII“.. und nochmal „huuiiiiii“… das ein paar Jahrelang. Gefüttert wurde ich mit seltsamen Flocken von Alete. Einmal rutschte der Praktikantin die ganze Packung ins Reagenzglas, worauf hin sich meine Gensuppe in ein unüberwindliches gematsche verwandelte. Cindy, so hieß die Praktikantin, murmelte nur zu dem Bärtigen, dicken Professor (der übrigens jeden Tag eine Kack Peperoni Pizza fraß) .. Hubert, ich habe das Quappe getötet.

Hubert stapfte schnaufend auf und meinte nur kauend: „Nä, lebt noch, die ist noch gut kann man noch gebrauchen, heißt übrigens Julia“.
„Ah, ok… ja sorry Julia ne, bist cool“ schmatze Cindy kaugumiikauend ins Reagenzglas.

„JOOOOO dachte ich, was ist ein JULIA?!“ – Natürlich begriff ich, weil ich ja ein clever Quappchen bin, relativ schnell, dass es sich um „JULIA“ nicht um eine ART handelt sondern lediglich um einen Namen. Warum man mich Julia Version 2345 nannte wurde mich auch eines Nachts bewusst, als ich von links nach rechts schwimmen in meinem 10 Liter Becken gegen die gläsernde Wand knallte. Mit einem mal war dieses Aquarium zu klein für mich und… dieses Aquarium halt. Also raste ich mit meinem Quappenfüßchen und Quappenärmchen so schnell im Kreis, dass sich ein Strudel gewaltiger 10 Liter Massen an Wasser im Becken bildeten. Dieser Strudel zog mich nach oben und schwappte über den Aquariumrand. Version 2345 hatte es geschafft, auf den pinken kachelboden zu knallen. AUA!

Auf dem Boden lag noch ein Stück Salami, welches ich snackte und dann robbte ich aus der Türe raus. Hatte ja oft genug zugesehen wie das ging. Hubertus und Cindy schnackten mit Dr. Hickeboldri über Version 2346, die wohl in Folge der Überfütterung von Alete platzte und den ganzen laborraum A56d versaute. Die drei waren so abgelenkt, dass ich einfach mit „Tach, ich geh jetzt“ vorbei schlendern konnte. Ich bemerkte, dass mir etwas fehlte, was die hatten… KLAMOTTEN. OMFG, ich war komplett nackt. In einer Kammer entdeckte ich einen blauen Kittel mit „Hausmeisterservice Lorenzo“ .. natürlich beengte mich das damalige 10 liter Aquarium so sehr, dass mein jährliches Wachstum unterdrückt wurde. Innerhalb von 25 Minuten wurde ich 1,68m groß. Schließlich passte auch der Einteiler von Hausmeister Lorenz. Wusste natürlich keiner, dass hier im Labor ein weiblicher Hausmeister Lorenz herumlief. Mit blauer Kutte schlenderte ich den Gang des Gebäudes Richtung Ausgang. Ich hörte einen lauten Knall, und hörte nur Cindy „Och ne, Version 2347 ist auch explodiert“… cool, dachte ich und ging aus dem Gebäude heraus. Fuck man, war das hell da draußen. Fast so hell, als wenn Hubert mit seiner Scheiß Lampe einen ins Gesicht leuchtet um nachzuschauen ob man noch „quappt“. Bevorzugt tat er das um 2 Uhr nachts, man hätte ja auch einfach fragen können oder mal das Licht anmachen können, aber ne…

Gut, nichts desto trotz stapfte ich freudig aus dem Gebäude. Schickerweise stand ein Porsche in vorm eines Renaults vor dem Gebäude, welches sich „Beiyer“ nannte. „Beiyer“ war eine Tochterfirma des Medikamenten und anderem komischen Zeug herstellenden Unternehmen „Bayer“ nur halt nicht so geil und so richibitchi. Besagter Porsche.. ja auf dem Stand netterweise „Hausmeisterservice Lorenz“ .. in meinem blauen Strampelanzug der nach schwitzendem Mann roch entdeckte ich fasziniert einen Schlüssel.

Ich wusste nicht, dass derjenige der sonst diesen stinkenden Anzug trug, mit Version 2347 mit explodierte. Er hatte versehentlich Cilit Bang ins Reagenzglas gekippt und eine gewaltige Explosion ausgelöst.  Labor 56d stand nämlich in Flammen. Sah schon cool aus, während die Sonne romantisch unterging.

Schulterzuckend stieg ich in den Wagen ein. Ich konnte natürlich sofort Autofahren, also Porsche in Form eines Renaults fahren. Nur wohin jetzt?

Also fuhr ich erstmal eine Weile rum und lerne zügig das es sich um € um eine sogenannte Währung handelt, ja doof, man bekommt also nichts umsonst… also tuckerte ich mit meinem Porsche getarnt als Renault durch Deutschland. Irgendwas ist immer… Benzin alle,… und Währung. Also beschloss ich, okay, musste halt ne Ausbildung oder sowas machen. Ich ging in einen Laden, sah gut aus, also beschloss ich dort zu arbeiten. Ich trat die Tür gekonnt mit einem Sidekick auf, und sagte:“Tach Jungs, ich bin Version 2345 aka Julia, ich arbeite jetzt hier!“ (so wurde übrigens Social Engineering geschaffen).

Von hinten kam nur „ah dann bist du die neue, ja du machst ja jetzt ne Ausbildung als Mediengestalterin, nech?“… „Joooowwwww… !“ sagte ich und dachte nebenher, ach joa, Mediengestalter klingt eigentlich cool, mal sehen was wir so gestalten. Der neue Chef hieß Franz-Peter. Franz-Peter Hummelblobb. Herr Hummelblobb war nett und hatte jeden Tag ein T-Shirt mit einem Bierglas an. Mir viel erst nach drei Wochen auf, dass sich das T-Shirt mit dem Bierglas änderte, .. es handelte sich jeden Tag um eine andere Biersorte. Seine Lieblingsspeise waren Pommes. Nicht diese krossen, geilen Dinger… sondern so wabbelige von McDonalds.. mit denen man jemanden auspeitschen könnte.. in der Theorie, in der Praxis natürlich NIE getestet. Abgesehen von Pommes nahm er auch Bier zu sich, wer hätte es gedacht. Meine Kollegen, zwei muskolöse gutaussehende Kerle waren schon fertig ausgebildet. Sie versanken in Ihren PET-Flaschen und Schokopapieren die sich stapelweise unter dem Tisch sammelten. Neben röhrenden Computergeräuschen hörte man ab und zu einen Lieferwagen vorbeirrauschen, der mit einem Dideldudel-Song trällernden Faher bestückt war. Die Räumlichkeiten ähnelten eher einem Hundezwinger. Ein Fenster, großer Raum, eine Heizung die nie funktionierte und alte Schränke aus den 70er Jahren in Kacko-braun. Überall Kabel, Flusen und der Mülleimer war ein Karton. Faszinierend so Menschen. Acht bis Zehn Stunden am Tag sitzen die an einem Fleck, bewegen sich höchstens um aufs Klo zu gehen und was zu essen – GEIL – dachte ich. Da gesell ich mich doch mal dazu. Und Flupp hatte ich einen eigenen 70er Jahre Schreibtisch mit fast genau so altem Rechner. Knopp drücken, Kaffee holen und erst mal zehn minuten warten bis Winddddoooffff geladen hat. Photoshop aufmachen – Kaffee – InDesign aufmachen – Kaffee.

Sagenhafte 250€ gab es für das erste Ausbildungsjahr. Also baute ich mir, da ich ja als Version 2345 keine Eltern hatte, sondern nur ein Reagenzglas, ein Haus aus leeren Lieferkartonagen, die mir der Dideldudel-Song trällernde Fahrer schenkte. Ich bestückte meine Hütte mit einer Flagge „Komm rein“. Wobei der Satz „komm rein“ ansich ja übertrieben ist, denn man musste den Karton nur anheben und war quasi in meiner Wohnung.

Meine erste Woche bestand aus Photoshop-Übungen. How to Photoshop things. Ich lernte freistellen, effekte und andere Dinge in Photoshop 7.. süß. Mittlerweile ist ja alles WOLKENBASIERT… cloudcloudcloud.. jaja nech. Ich bekam Dinge wie „Mach mal Farbe anders“… „Mach da mal Schatten hin“… „Stell mal die Möpse frei“ … (DIE HUNDE.. was denk ihr :D)..  nach einem halben Jahr gab es neues. how to make things in InDesign. InDesign ist ein Layoutprogramm, das nutz ich gern um alles mögliche an Printgedöns zu machen. Also so Flyerdinge, Broschüren… dann gab es da noch Illustrator, ein tolles Vektorprogramm wo man Vektoren erstellen kann.

Vektoren sind geil! ISt so! Skalier alles bis zum tode…

Als Mediengestalter ist man funktionaler als mancher denkt. Neben den gängigen Bürotätigkeiten wie Angebote, Rechnungen, Gabelstaplerfahren, Pizza liefern, Essen kochen und Kuchen futtern lernt man auf Oberflächen wie Windows oder OSX kniffe, die sonst nur ein Systemadministrator lernt. Grafiker sind also die Leathermans unter den Jobs. Zumidnest ein paar.. es gibt auch die Versionen :“Hä? Wat is´n USB Stick“… oder „Was´n RGB.. Rosagoldbube?“ oder ganz gern gesehen „Ebene 1876“.. 😀 Wir sind natürlich alle verschieden und jeder at Stärken und Schwächen (außer ich, ich kann dir mit einer Stichsäge, einem Fuchsschwanz oder einem Zimmermannshammer ein Herzchen malen..).. zusätzlich neben den Adobe Programmen lernte ich noch Excel, Word, PowerPoint.. Cobra, EBMS, .. und diverses

So lernte ich in den zwei-drei Jahren die Beständigkeit eines Mediengestalters in Print, brachte mir selbst noch etwas CSS und HTML bei, erlernte Suchmaschinenoptimierung und zog in eine richtige Wohnung. Version 2345 war also komplett Lebensfähig und konnte sich selbstversorgen – ick war schon bissken stolz auf mich, wa. Juuut… nach Beendigung meiner Ausbildung wurde ich als Mediengestalter eingestellt. Ich konnte natürlich sofort alles und überholte meine alten kollegen spielend (.. haha 😀 ich liebe euch alle!). Ich wechselte ein paar mal die Firma und fand meinen Wohlfühlbereich in der IT branche. Heute erinnert mich noch ein Reagenzglas an meine Ausbildungszeit und ich fahre noch immer meinen Porsche..

 

Jetzt im Ernst, wer bist du?

Na gut, ich will mal nicht so sein 🙂

Ich heiße Julia und wohne im schönen Bergisch Gladbach. Ich bin Senior Art Directorin in einem Systemhaus und dementsprechend fest in der IT Branche vertreten. Meine Kompetenzen liegen nicht nur im Webdesign sondern auch im Printdesign. Ich gestalte, visualisiere und entwerfe Projekte für kleine und mittelständige Unternehmen, dabei lege ich großen Wert auf Ihre Wünsche. Ich bin 32 Jahre alt. in meiner Freizeit gehe ich gerne Joggen, wandern oder male Leinwände voll. Meine Hunde begleiten mich durch den Alltag. Neben diesen zwei habe ich ein besonderes faible für nicht-mehr-geliebte Kaninchen. So habe ich neben meinen zwei Hunden noch neun Kaninchen, die meinen Garten unsicher machen. 

2009 schloß ich meine Ausbildung zur staatlich geprüfen Grafikdesignerin erfolgreich ab. Seitdem gehört meine Leidenschaft dem designen.